Meilensteine der Wiener Baukunst – Otto Wagners visionäre Stadtbahn

2018 steht anlässlich seines 100. Todestages ganz im Zeichen des österreichischen Wegbereiters der Moderne, Otto Wagner. Dieser zählt bis heute zu den weltweit bedeutendsten Architekten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Seine Architektur prägt das Stadtbild wie keine andere und ist Bestandteil des Alltags in Wien.

Wagners Stadtbahn, die ihrerseits 2018 ihr 120-jähriges Bestehen feiert, ist jetzt ein umfangreiches Buch gewidmet, eine Kulturgeschichte der Verkehrsentwicklung in Wien, die beispielgebend war. Denn mit Otto Wagner war erstmals ein Architekt in einem Metier am Werk, das bis dahin ausschließlich Ingenieurs-Aufgabe war.

1898 zur Eröffnung der Stadtbahn hat sich die Wahrnehmung der Wiener für ihre Stadt mit einem Schlag völlig verändert, Passagiere konnten plötzlich rasch und unkompliziert von A nach B gelangen. In den 1890er Jahren hatte Wien immerhin zwei Millionen Einwohner. Nebst verkehrsmäßigen Veränderungen war die Bahnfahrt in der Stadt gleichzeitig auch ein ästhetisches Erlebnis, weil vielfach und zumeist über der Erde – im Gegensatz zu vielen U-Bahnen, die zu jener Zeit in anderen Metropolen gebaut wurden. Mit der Errichtung der Stadtbahn und seiner „Architektur der Beschleunigung“ schaffte Otto Wagner den Durchbruch und gilt heute als einer der berühmtesten Architekten seiner Zeit.

Die Stadtbahnstation am Karlsplatz

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