Category Archives: Aus den Bezirken

Vassilakou: Wien bleibt auf der Liste der Welterbestätten

Erfolg für Wiener Delegation in Bahrain – Weiterer Fahrplan steht fest

Die Wiener Innenstadt (“Historisches Zentrum von Wien”) bleibt auf der Liste der Welterbestätten. So lautet die formale Entscheidung des Welterbekomitees, das derzeit in Bahrain tagt. Das ist ein großer Erfolg für die Wiener Delegation und Ergebnis der guten Vorbereitung auf diese Sitzung des Welterbekomitees.

(Uns wurde mitgeteilt, daß die Entscheidung um 1 Jahr verschoben und somit von der Tagesordung in Bahrain genommen wurde!)

„Es hat sich ausgezahlt, dass eine hochrangige Delegation aus Wien vor Ort ist und auch bereits im Vorfeld der Sitzung in Paris bei der UNESCO umfassend über den Stand der Projekte informiert wurde. Begrüßt wird im Beschluss des Welterbekomitees, dass von der State Party gemeinsam mit der Stadt Wien ein Drei-Phasen Prozess initiiert wurde: der bereits abgehaltene UNESCO-Workshop im März 2018, das nun folgende Heritage Impact Assessment und die Advisory Mission im Herbst 2018. Diesen Weg werden wir mit großen Engagement gemeinsam mit allen Beteiligten weitergehen“, so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Dezeit berät das Welterbekomitee in Bahrain. Seitens der Stadt Wien sind der Wiener Gemeinderat Omar Al Rawi sowie Vertreter des Wiener Magistrats vor Ort.

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Restaurant Sperl im Vierten schließt

Der Wirt Karl Sperl schreibt:

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass unser Restaurant am Donnerstag, den 21. Juni 2018 zum letzten Mal geöffnet ist. Ab dem 22. Juni 2018 werden wir nach 93 Jahren unsere Tore schließen.

Wir wissen, dass es einfach undenkbar ist, ein so gut gehendes Restaurant zu schließen. Die Treue unserer zahlreichen Stammgäste war natürlich für mich und meine Familie ein enormer Ansporn immer weiter zu machen und alles noch größer werden zu lassen. Mittlerweile hat sich im Gastgewerbe sehr viel geändert und es ist alles sehr schwer geworden. Allergene, Registrierkassa, Raucher-Nichtraucher, Lohnnebenkosten für durchschnittlich 23 Mitarbeiter, bei 25 wird man schon bestraft, da man keinen Mitarbeiter hat, welcher eine Behinderung hat.

Unsere Behörden machen dann den Rest. Seit 2013 mussten immer wieder neue Pläne eingereicht werden, da z.B. vier Zentimeter Durchgangslichte einen Unterschied von 60 Personen ausmachen. Teure Lüftungen, die nicht genug sind und vieles mehr, Akten und Pläne ohne Ende. Die Schwierigkeit Mitarbeiter zu finden, die trotz guter Bezahlung die Qualität halten können, ist fast unmöglich.

Das alles und noch mehr hat uns die Entscheidung leichter gemacht, unser Restaurant zu schließen. 34 Jahre im Restaurant waren ein Leben mit vielen Entbehrungen und vielen Stunden, und um ein lebenswertes Leben führen zu können, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen. Wir hoffen, dass Sie für unsere Entscheidung Verständnis haben. Wir bedanken uns bei all unseren Gästen, für die vielen unvergesslichen Feste, die bei uns gefeiert wurden und bei so Vielen, die uns fast täglich seit Jahren besucht haben.

Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann, wenn ich die Kraft dafür wieder gefunden habe.

Vielen Dank für alles auch an unsere treuen Mitarbeiter, die auch schon seit Jahren bei uns sind und auf die wir uns auch in schweren Zeiten verlassen konnten.

Euch wünschen wir alles erdenklich Gute auf Eurem weiteren Weg.

Nach unseren weiteren Recherchern soll das Haus abgerissen werden!

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Ausstellung 125 Jahre Streichergasse und Straßenfest

Die Streichergasse im Dritten Bezirk (Landstraße) feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen.

Dazu gibt es im Bezirksmuseum die Ausstellung “125 Jahre Streichergasse” und mehrere Führungen/Rundgänge, den nächsten am Mittwoch, den 20. Juni mit dem Thema: “Leben im Ungassenland” mit Dieter Klein.

Den Abschluß der Festivitäten bildet das Straßenfest am 23. Juni von 14 bis 22 Uhr.

Rückblick auf 125 Jahre Streichergasse

Die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann hatte unser Grätzel vor einem halben Jahrhundert in ihrem Roman „Malina” als ,,Ungargassenland” bezeichnet.
Wir Bewohner der Streichergasse (benannt nach Beethovens Klavierfabrikanten), die von der Ungargasse zur Rechten Bahngasse und damit zum ehemaligen Wiener-Neustädter­Kanal verläuft, konnten im Jahr 1993 das hundertjährige Bestehen dieses kurzen Straßenzuges mit seinen nur neun Häusern feiern. Damals machte eine kleine Ausstellung im Bezirksmuseum auf Architekturdetails aufmerksam, die bis dahin kaum beachtet worden waren.

Ein Straßenfest führte zu neuen, freundschaftlichen Kontakten zwischen Nachbarn, die seit Jahrzehnten nebe­neinander gewohnt hatten, ohne sich aber jemals wirklich kennen gelernt zu haben. Leute, die sich bis dahin nicht einmal gegrüßt hatten, entdeckten erfreut gemeinsame Interessen.

Inzwischen leben hier viele jüngere Menschen, eine neue Generation. Die Anonymität ist aber mit der Situation vor 25 Jahren durchaus vergleichbar. Wir hoffen auf einen vergleichbaren Effekt wie damals, auf freundschaftliche Kontakte zwischen den Generationen, die allen das Zusammenleben durch gegenseitige Hilfsbereitschaft angenehmer machen können.

Soweit noch bekannt wollen wir an unsere verstorbenen und auch an die „verschwundenen” jüdischen Nachbarn erinnern, die im Laufe von 125 Jahren seit der Kaiserzeit hier in diesen schönen alten, meist prachtvoll in neubarocken Formen gestalteten Häusern gelebt haben.

Dieter Klein (Mai 2018)

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Bezirksmuseum 3: „150 Jahre Eislaufverein“ und „Lustbarkeiten“

Wien (OTS/RK)

Zwei neue Sonder-Ausstellungen sind ab Freitag, 16. Februar, im Bezirksmuseum Landstraße (3., Sechskrügelgasse 11) zu betrachten. Der frei zugängliche Eröffnungsabend beginnt um 19.00 Uhr. Die Ausstellungen „150 Jahre Wiener Eislaufverein“ (Kuratorin: Agnes Meisinger) und „Lustbarkeiten der Landstraße – DAMALS“ (Kuratorin: Eva Bauer) laufen bis Sonntag, 15. April. Offen ist das Museum jeweils am Mittwoch (16.00 bis 18.00 Uhr) und am Sonntag (10.00 bis 12.00 Uhr). Der Eintritt ist gratis. Nähere Auskünfte: Telefon 4000/03 127.

Die Schau „150 Jahre Wiener Eislaufverein“ geht zurück zu den Anfängen (1867) dieser Vereinigung. Vom „Eislaufboom“ in den 1870er-Jahren in der Wienerstadt, der Ansiedlung am Heumarkt, der Errichtung einer Kunsteisbahn und den Geschehnissen in den „Goldenen Zwanzigerjahren“ bis zu schrecklichen Ereignissen in der NS-Ära und der Reaktivierung des Vereines nach dem Zweiten Weltkrieg erstrecken sich die spannenden Erläuterungen in Wort und Bild. Weitere Reminiszenzen betreffen den Eishockey-Sport sowie die „Wiener Eisrevue“. Infos über aktuelle Entwicklungen vervollständigen die Dokumentation. In der Jetztzeit leitet der „WEV“ eine der größten innerstädtischen Freiluft-Kunsteisbahnen der Welt, die in jeder Saison von rund 250.000 Personen besucht wird.

Erkundigungen per E-Mail: bm1030@bezirksmuseum.at

In der Schau „Lustbarkeiten auf der Landstraße – DAMALS“ werden früher bestehende Vergnügungsstätten im 3. Bezirk beschrieben, beispielsweise Wirtshäuser sowie Lichtspieltheater. Von Sport-, Tanz-und Theater-Veranstaltungen bis zum „Promi“-Fußballteam „FC Landstraße“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Gesprächskreises verschiedenste Erinnerungen ausgetauscht, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Beantwortung von Anfragen dazu via E-Mail: bm1030@bezirksmuseum.at

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