Category Archives: Kultur

Bezirksmuseum 3: „150 Jahre Eislaufverein“ und „Lustbarkeiten“

Wien (OTS/RK)

Zwei neue Sonder-Ausstellungen sind ab Freitag, 16. Februar, im Bezirksmuseum Landstraße (3., Sechskrügelgasse 11) zu betrachten. Der frei zugängliche Eröffnungsabend beginnt um 19.00 Uhr. Die Ausstellungen „150 Jahre Wiener Eislaufverein“ (Kuratorin: Agnes Meisinger) und „Lustbarkeiten der Landstraße – DAMALS“ (Kuratorin: Eva Bauer) laufen bis Sonntag, 15. April. Offen ist das Museum jeweils am Mittwoch (16.00 bis 18.00 Uhr) und am Sonntag (10.00 bis 12.00 Uhr). Der Eintritt ist gratis. Nähere Auskünfte: Telefon 4000/03 127.

Die Schau „150 Jahre Wiener Eislaufverein“ geht zurück zu den Anfängen (1867) dieser Vereinigung. Vom „Eislaufboom“ in den 1870er-Jahren in der Wienerstadt, der Ansiedlung am Heumarkt, der Errichtung einer Kunsteisbahn und den Geschehnissen in den „Goldenen Zwanzigerjahren“ bis zu schrecklichen Ereignissen in der NS-Ära und der Reaktivierung des Vereines nach dem Zweiten Weltkrieg erstrecken sich die spannenden Erläuterungen in Wort und Bild. Weitere Reminiszenzen betreffen den Eishockey-Sport sowie die „Wiener Eisrevue“. Infos über aktuelle Entwicklungen vervollständigen die Dokumentation. In der Jetztzeit leitet der „WEV“ eine der größten innerstädtischen Freiluft-Kunsteisbahnen der Welt, die in jeder Saison von rund 250.000 Personen besucht wird.

Erkundigungen per E-Mail: bm1030@bezirksmuseum.at

In der Schau „Lustbarkeiten auf der Landstraße – DAMALS“ werden früher bestehende Vergnügungsstätten im 3. Bezirk beschrieben, beispielsweise Wirtshäuser sowie Lichtspieltheater. Von Sport-, Tanz-und Theater-Veranstaltungen bis zum „Promi“-Fußballteam „FC Landstraße“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Gesprächskreises verschiedenste Erinnerungen ausgetauscht, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Beantwortung von Anfragen dazu via E-Mail: bm1030@bezirksmuseum.at

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Hof-Pavillon in Hietzing von Otto Wagner geöffnet

Nach aufwendigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten ist der Hofpavillon Hietzing wieder für den Besuch geöffnet. Er vermittelt ein eindrucksvoll konzentriertes Bild von Otto Wagners künstlerischer Haltung, die zu einem Ausgangspunkt für die moderne Architektur des 20. Jahrhunderts werden sollte.

Der Pavillon des k. u. k. Allerhöchsten Hofes in Hietzing

Der Bau der Stadtbahn war das größte Infrastrukturprojekt in Wien um 1900. Otto Wagner (1841-1918), der Wegbereiter der modernen Architektur, wurde mit der künstlerischen Gestaltung des neuen Massenverkehrsmittels betraut, das bis heute das Stadtbild prägt. Auf seine Initiative geht die Errichtung eines eigenen Pavillons für Kaiser Franz Joseph und den „Allerhöchsten Hof” bei der Haltestelle Hietzing zurück. Der 1899 vollendete Bau erhielt ein unverwechselbares, repräsentatives Äußeres und eine kostbare Innenausstattung im Jugendstil, die ganz auf die Bedürfnisse des Kaisers abgestimmt war.

Dass der Kaiser den Pavillon allerdings nur zwei Mal für eine Fahrt mit der Stadtbahn nutzte, war für Otto Wagner sekundär: Im Vordergrund stand der imperiale Glanz, der auf dem kleinen Bauwerk lag und der modernen Architektur zum Durchbruch verhelfen sollte.

Sonderöffnung noch bis 7. Jänner 2018 tägl. von 11 – 17 Uhr

Die Stadtbahnstation Hietzing, der sogenannte Hof-Pavillon

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Brauereiprojekt “Belvedere Stöckl”: Schwerer Eingriff in historischen Garten Palais Schwarzenberg – bedeutendes Kulturdenkmal gefährdet!

Initiative Denkmalschutz (IDMS) und die Österreichische Gesellschaft für historische Gärten (ÖGHG) protestieren

Wien (OTS) – Der Garten des Gartenpalais Schwarzenberg zählt zu den bedeutendsten historischen Gartenanlagen in Österreich. Die beiden Vereine ÖGHG und Initiative Denkmalschutz haben keinesfalls Bedenken wegen der neuerlichen Nutzung des Stöckls und eines kleinen Teiles des Gartens bei der Prinz Eugen-Straße 25 zu Gastronomiezwecken.

Sofortiger Stopp des überdimensionierten Bauprojekts gefordert

Doch ein Lokal mit derzeit geplanten 880 Plätzen im Inneren eines neu zu errichtenden Baues und auf einer neu zu bauenden weit in die Gartenanlage ragenden Plattform oberhalb der „Oberen Kaskade“, auch außerhalb jeder bebaubaren Zone(!), muss auf Widerstand stoßen, zumal das Projekt im Parkschutzgebiet, in einer Schutzzone sowie in der Kernzone des UNESCO-Welterbes “Historisches Zentrum von Wien” liegt.

Garten denkmalschutzwürdig aber nicht denkmalgeschützt!

Besonders absurd erscheint die Tatsache, dass der Garten des Palais Schwarzenberg verfassungsrechtlich zwar als eine der bedeutendsten historischen Gartenanlagen anerkannt und für den Denkmalschutz vorgesehen, aber nicht rechtsgültig ist, weil – europaweit einzigartig – der Eigentümer der Unterschutzstellung durch das Denkmalamt zustimmen muss, was bis heute nicht geschehen ist.

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Meilensteine der Wiener Baukunst – Otto Wagners visionäre Stadtbahn

2018 steht anlässlich seines 100. Todestages ganz im Zeichen des österreichischen Wegbereiters der Moderne, Otto Wagner. Dieser zählt bis heute zu den weltweit bedeutendsten Architekten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Seine Architektur prägt das Stadtbild wie keine andere und ist Bestandteil des Alltags in Wien.

Wagners Stadtbahn, die ihrerseits 2018 ihr 120-jähriges Bestehen feiert, ist jetzt ein umfangreiches Buch gewidmet, eine Kulturgeschichte der Verkehrsentwicklung in Wien, die beispielgebend war. Denn mit Otto Wagner war erstmals ein Architekt in einem Metier am Werk, das bis dahin ausschließlich Ingenieurs-Aufgabe war.

1898 zur Eröffnung der Stadtbahn hat sich die Wahrnehmung der Wiener für ihre Stadt mit einem Schlag völlig verändert, Passagiere konnten plötzlich rasch und unkompliziert von A nach B gelangen. In den 1890er Jahren hatte Wien immerhin zwei Millionen Einwohner. Nebst verkehrsmäßigen Veränderungen war die Bahnfahrt in der Stadt gleichzeitig auch ein ästhetisches Erlebnis, weil vielfach und zumeist über der Erde – im Gegensatz zu vielen U-Bahnen, die zu jener Zeit in anderen Metropolen gebaut wurden. Mit der Errichtung der Stadtbahn und seiner „Architektur der Beschleunigung“ schaffte Otto Wagner den Durchbruch und gilt heute als einer der berühmtesten Architekten seiner Zeit.

Die Stadtbahnstation am Karlsplatz

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