Category Archives: Pressemeldungen

Vassilakou: Wien bleibt auf der Liste der Welterbestätten

Erfolg für Wiener Delegation in Bahrain – Weiterer Fahrplan steht fest

Die Wiener Innenstadt (“Historisches Zentrum von Wien”) bleibt auf der Liste der Welterbestätten. So lautet die formale Entscheidung des Welterbekomitees, das derzeit in Bahrain tagt. Das ist ein großer Erfolg für die Wiener Delegation und Ergebnis der guten Vorbereitung auf diese Sitzung des Welterbekomitees.

(Uns wurde mitgeteilt, daß die Entscheidung um 1 Jahr verschoben und somit von der Tagesordung in Bahrain genommen wurde!)

„Es hat sich ausgezahlt, dass eine hochrangige Delegation aus Wien vor Ort ist und auch bereits im Vorfeld der Sitzung in Paris bei der UNESCO umfassend über den Stand der Projekte informiert wurde. Begrüßt wird im Beschluss des Welterbekomitees, dass von der State Party gemeinsam mit der Stadt Wien ein Drei-Phasen Prozess initiiert wurde: der bereits abgehaltene UNESCO-Workshop im März 2018, das nun folgende Heritage Impact Assessment und die Advisory Mission im Herbst 2018. Diesen Weg werden wir mit großen Engagement gemeinsam mit allen Beteiligten weitergehen“, so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Dezeit berät das Welterbekomitee in Bahrain. Seitens der Stadt Wien sind der Wiener Gemeinderat Omar Al Rawi sowie Vertreter des Wiener Magistrats vor Ort.

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Althan Quartier: Siegerprojekt steht fest

Einstimmige Juryentscheidung für Architekturbüro ARTEC Architekten – Höchster Punkt der neuen Bebauung liegt bei 58 Metern.

Wien (OTS) – Stadtteilentwicklungsprojekt der 6B47 Real Estate Investors AG (6B47) nimmt Gestalt an: Einstimmige Juryentscheidung für Architekturbüro ARTEC Architekten. Siegerprojekt besticht durch respektvollen Umgang mit der Umgebung, höchster Punkt der neuen Bebauung liegt bei 58 Metern. Vorstellung aller Wettbewerbsergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung.

Der städtebauliche Realisierungswettbewerb für den nördlichen Teil des Althan Quartiers, das Stadteilentwicklungsprojekt der 6B47 für das Areal über dem Franz-Josefs-Bahnhof, ist abgeschlossen. Das Siegerprojekt stammt vom renommierten österreichischen Architekturbüro ARTEC Architekten, Bettina Götz und Richard Mahnal. Nachdem die international anerkannten Büros Delugan Meissl Associated Architects und Josef Weichenberger Architects bereits mit der Modernisierung des Kopfbaus über dem Franz-Josefs-Bahnhof betraut sind, liegt damit nun ein Gesamtvorschlag für das Althan Quartier vor.

Die Entscheidung der elfköpfigen Jury, in der neben der Ausloberin 6B47und den von der Architektenkammer nominierten Fachexperten auch Vertreter der Stadt Wien und der Bezirksvorstehung Alsergrund stimmberechtigt waren, erfolgte einstimmig. 

Überzeugendes Konzept

Der gesamte Baukörper orientiert sich an der gründerzeitlichen Stadtkante von rund 25 Metern. Über dieser Höhe wird entlang der Straßenverläufe auf nach hinten gestaffelte, terrassierte Bebauungen gesetzt, wodurch die Belichtung der umliegenden Fassaden vollständig gegeben ist. Auch sind die Gebäudeteile über der Stadtkante durch die zurückspringende Terrassierung aus dem Straßenraum nicht sichtbar. Die Bauform des Terrassenhauses knüpft in moderner Form an eine für Wien – von Adolf Loos bis Harry Glück – sehr typische Bauform an, um Wohnräume zu schaffen, die den Wunsch nach Naturnähe in Verbindung mit urbaner Dichte erfüllen.

In der Jurybeurteilung wurde auch die gute Vernetzung mit der umgebenden Bebauung hervorgehoben. Der bestehende Gebäudekomplex wird konsequent geöffnet, was nicht nur neue Durch- und Einblicke ermöglicht. Mit zwei Ost-West-Querungen (Höhe Fechtergasse/Spittelauer Platz und Lichtentalergasse/Wasserburgergasse) werden das Lichtental und die Spittelau – zwei bislang durch die Bahn getrennten Bezirksteile – erstmals seit rund 150 Jahren verbunden. Das Lichtental rückt damit näher an den Donaukanal. Das Areal wird so von einer Barriere zu einem neuen Quartierszentrum.

In Nord-Süd-Richtung erstreckt sich ein mit Bäumen und Grünflächen ausgestalteter Hochpark, dessen Besonnung durch die geschickte Anordnung der zurückspringenden Terrassengeschoße sichergestellt wurde. Der Grünraum auf der Hochebene über der Franz Josef Bahn steigt damit von derzeit knapp 2000 m² auf durchgängig verbundene rd. 7.000 m², was nicht nur eine Voraussetzung zur Errichtung von Wohnungen ist, sondern auch eine fußläufige Nord-Süd-Verbindung vom Julius-Tandler-Platz bis zur Spittelau sicherstellt.

Der respektvolle Umgang mit der Umgebung und dem gewachsenen Stadtbild drückt sich auch dadurch aus, dass sich das gesamte Projekt selbst in der Sichtachse vom Dach des nahe gelegenen Palais Liechtenstein in Richtung Spittelau gut in die Stadtsilhouette einfügt. Dazu trägt auch bei, dass die im Rahmen des Wettbewerbs vorgesehenen baulichen Höhenfenster von 126 Metern durch das Siegerprojekt deutlich unterschritten wurden. Der höchste Punkt der neuen Bebauung wird bei rund 58 Metern liegen. Bislang hat der Gebäudekomplex eine Höhe von rd. 45 Metern.

Die Überbauung von Bahngleisen in einer gemischten Nutzung zählt weltweit zu den besonderen Herausforderungen im urbanen Raum. Mit dem vorliegenden Gesamtprojekt wurde ein richtungsweisender Lösungsansatz für diese komplexe Aufgabenstellung entwickelt, der dafür ein internationales Referenzbeispiel der zeitgenössischen Wiener Architektur werden kann.

 

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Bezirksmuseum 3: „150 Jahre Eislaufverein“ und „Lustbarkeiten“

Wien (OTS/RK)

Zwei neue Sonder-Ausstellungen sind ab Freitag, 16. Februar, im Bezirksmuseum Landstraße (3., Sechskrügelgasse 11) zu betrachten. Der frei zugängliche Eröffnungsabend beginnt um 19.00 Uhr. Die Ausstellungen „150 Jahre Wiener Eislaufverein“ (Kuratorin: Agnes Meisinger) und „Lustbarkeiten der Landstraße – DAMALS“ (Kuratorin: Eva Bauer) laufen bis Sonntag, 15. April. Offen ist das Museum jeweils am Mittwoch (16.00 bis 18.00 Uhr) und am Sonntag (10.00 bis 12.00 Uhr). Der Eintritt ist gratis. Nähere Auskünfte: Telefon 4000/03 127.

Die Schau „150 Jahre Wiener Eislaufverein“ geht zurück zu den Anfängen (1867) dieser Vereinigung. Vom „Eislaufboom“ in den 1870er-Jahren in der Wienerstadt, der Ansiedlung am Heumarkt, der Errichtung einer Kunsteisbahn und den Geschehnissen in den „Goldenen Zwanzigerjahren“ bis zu schrecklichen Ereignissen in der NS-Ära und der Reaktivierung des Vereines nach dem Zweiten Weltkrieg erstrecken sich die spannenden Erläuterungen in Wort und Bild. Weitere Reminiszenzen betreffen den Eishockey-Sport sowie die „Wiener Eisrevue“. Infos über aktuelle Entwicklungen vervollständigen die Dokumentation. In der Jetztzeit leitet der „WEV“ eine der größten innerstädtischen Freiluft-Kunsteisbahnen der Welt, die in jeder Saison von rund 250.000 Personen besucht wird.

Erkundigungen per E-Mail: bm1030@bezirksmuseum.at

In der Schau „Lustbarkeiten auf der Landstraße – DAMALS“ werden früher bestehende Vergnügungsstätten im 3. Bezirk beschrieben, beispielsweise Wirtshäuser sowie Lichtspieltheater. Von Sport-, Tanz-und Theater-Veranstaltungen bis zum „Promi“-Fußballteam „FC Landstraße“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Gesprächskreises verschiedenste Erinnerungen ausgetauscht, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Beantwortung von Anfragen dazu via E-Mail: bm1030@bezirksmuseum.at

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Vassilakou ad Welterbe-PK: Strache und Blümel wollen von Nazi-Liederbuch-Skandal ablenken

Stadt Wien in engem Austausch mit UNESCO – UNESCO-Delegation kommt bereits im März nach Wien

 

Wien (OTS) – Anlässlich der heutigen Pressekonferenz von Vizekanzler Strache und Kanzleramtsminister Gernot Blümel zum Thema Welterbe verweist Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou auf die bereits im Herbst 2017 gestartete direkte Kommunikation mit der UNESCO, die in engster Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt läuft.

Schon im März 2018 wird auf Einladung des Bundeskanzleramts eine Delegation von UNESCO-Experten Wien besuchen und gemeinsam mit der Stadt Wien und dem Bundeskanzleramt offene Fragen klären. Der von Minister Blümel vorgeschlagene Frühherbst erscheint der Stadt Wien zu spät, wenn man den Dialog mit der UNESCO ernsthaft suchen möchte.

„Die Stadt Wien unternimmt alles, um die UNESCO umfassend zu informieren und hat dafür gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt einen Dialogprozess mit der UNESCO gestartet. Strache missbraucht den alljährlichen Statusbericht an die UNESCO, um von den Skandalen seiner Partei abzulenken. Die permanenten Naziskandale rund um FPÖ-Mitglieder richten international riesigen Schaden an. Die Stadt Wien kommt allen Wünschen der UNESCO nach Information akribisch nach und sucht gemeinsam mit dem Kanzleramt proaktiv das Gespräch mit der UNESCO“, so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Insbesondere sollen bei dem Experten-Meeting im März entlang der Beschlüsse des UNESCO-Komitees vom Juli 2017 in Krakau folgende Themen behandelt werden:

  • Vor-Ort Abklärung des geplanten Projekts am Heumarkt und Besichtigung der Welterbestätte und insbesondere des Areals Eislaufverein-Heumarkt und darauf aufbauend Diskussion und Analyse, ob das angesprochen Projekt negative Auswirkungen auf das historische Zentrum Wiens hat.
  • Vorstellung und Diskussion des „Wiener Hochhauskonzepts“
  • Vorstellung und Diskussion des Beschlusses des Wiener Gemeinderats vom 5.5.2017, in der Wiener Innenstadt keine Hochausstandorte zu ermöglichen
  • Abklärung, welche weiteren Informationen zum Karlsplatz übermitteln wären.

Der alljährliche Statusbericht ist nicht die abschließende Information an das Welterbekomitee, sondern ein alljährlicher Routinevorgang. Zum Thema „Heumarkt“ sind sehr viel weitreichendere Maßnahmen im Gange, die die Stadt Wien gemeinsam mit dem zuständigen Bundeskanzleramt plant und durchführt.

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